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Münchener Abkommen

 


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Aufteilung der Tschechoslowakei:
1. Das Sudetenland wird ans Deutsche Reich angeschlossen (Oktober 1938).
2. Das Olsagebiet mit Tschechisch Teschen wird von Polen besetzt (ab 2. Oktober 1938).
3. Gebiete mit ungarischer Bevölkerungsmehrheit werden gemäß dem Ersten Wiener Schiedsspruch nach Ungarn rückgegliedert (2. November 1938);
4. die Karpato-Ukraine wird nach Ungarn rückgegliedert (16.–23. März 1939).
Ein Gebiet im Osten der Slowakei erhält Ungarn am 4. April 1939 zurück.
5. Im März 1939 wird die Rest-Tschechei deutsch besetzt und als Protektorat Böhmen und Mähren der Gebietshoheit des Deutschen Reiches unterstellt.
6. Die Slowakei wird (tags zuvor) ein eigener Staat

75 Jahre Münchener Abkommen – regelte Übergabe der sudetendeutschen Gebiete an das Deutsche Reich
Die „Neue Freie Presse“ am 1. Oktober 1938:
„Die Befreier rücken heute ein“

Die Vorgeschichte zum Münchener Abkommen beginnt mit dem Untergang Österreich-Ungarns und der Ausrufung der Tschechoslowakischen Republik (ČSR) im Jahre 1918. Der Wunsch der deutschen Altösterreicher im Sudetenland bei Österreich zu bleiben, wurde ihnen auf der Pariser Friedenskonferenz und von den Tschechen das Selbstbestimmungsrecht verwehrt. Es wurde ihnen die Autonomie der mehrheitlich deutschen Gebiete im Rahmen der ČSR nicht zugestanden, aber es begann eine Tschechisierungspolitik durch Austausch der Staatsbeamten mit Tschechen, die mit ihren Familien ins Sudetenland kamen.

Eine Folge dieser nationalen Unterdrückung führte zur Gründung der deutschen Sammelbewegung Sudetendeutsche Partei (SdP) unter Konrad Henlein und dem Aufstieg zur stimmenstärksten Partei im Prager Parlament. Trotzdem waren die ČSR-Behörden in der Schul- und Arbeitspolitik – unter den Deutschen war eine vierfache Arbeitslosigkeit – nicht bereit den Sudetendeutschen die nationale Selbstverwaltung zu gewähren. Nun machte das Deutsche Reich unter Adolf Hitler Druck und setzte sich für die unterdrückte Volksgruppe ein. Er brachte Großbritannien, Frankreich und Italien in München an den Verhandlungstisch, um die Fehler von St. Germain 1919 zu reparieren.

In der Prager Abtretung gab auch die ČSR zur Abtretung der Gebiete ihre Zustimmung und so konnten im folgenden Münchener Abkommen am 29. September 1938 die Durchführungsbestimmungen beschlossen werden: Vom 1. bis 10. Oktober 1938 sollten die ČSR-Behörden an die Behörden des Deutschen Reiches die Übergabe vollziehen – was friedlich geschah.

Die Unterzeichner waren: Neville Chamberlain (GB), Édouard Daladier (F). Benito Mussolini (I), Adolf Hitler (DR).

Die Tschechen wünschten keine Volksabstimmung, da sie sonst sofort auch von den Slowaken, Polen, Ungarn und Ukrainern verlangt und die Tschechoslowakei über Nacht zu einem kleinen „Tschechien“ reduziert worden wären. Dieser Tatbestand wurde bereits bei den Friedensverhandlungen von St. Germain erkannt.

Schlecht für die Sudetendeutschen war die Weiterentwicklung: ein halbes Jahr später als Hitler am 15. März 1939 die „Resttschechei“ rechtswidrig besetzte: am 13. und 14. März hatten sich die Karpato-Ukraine und die Slowakei von der Fehlkonstruktion ČSR abgespalten. Hitler gründete das Protektorat Böhmen und Mähren wo eine tschechische Verwaltung unter deutscher Vorherrschaft entstand.


Dokument zum Münchener Abkommen 1938
Bericht von Lord Runciman an britische Regierung über seine Mission im Sudetenland

….
„Ich habe jedoch viel Sympathie für die Sache der Sudetendeutschen. Es ist ein schweres Los, von einem fremden Volk regiert zu werden, und ich kann den Eindruck nicht loswerden, dass die tschechoslowakische Herrschaft im Sudetenland während der letzten zwanzig Jahre zwar nicht tyrannisch und bestimmt nicht terroristisch, aber doch gekennzeichnet war durch Taktlosigkeiten, fehlendes Verständnis, kleinliche Unduldsamkeit und Benachteiligung, bis der Punkt erreicht war, bei dem der Unwille der deutschen Bevölkerung unvermeidlich revolutionäre Bahnen einschlug. Die Sudetendeutschen hatten auch das Gefühl, dass die tschechoslowakische Regierung ihnen in der Vergangenheit viele Versprechen gegeben hatte, dass aber daraufhin nur wenig oder gar nichts erfolgt war. Diese Erfahrung hatte zu einer Haltung unverhüllten Mißtrauens in die führenden tschechischen Staatsmänner geführt.

Zu diesen hauptsächlichen Beschwerden kamen örtliche Ärgernisse hinzu. Tschechische Beamte und Polizisten, die wenig oder gar kein Deutsch sprachen, wurden in großer Zahl in rein deutsche Gebiete versetzt; die Ansiedlung tschechischer landwirtschaftlicher Siedler inmitten der deutschen Bevölkerung auf Ländereien, die auf Grund der Bodenreform an sie übertragen wurden, wurde gefördert, für die Kinder dieser tschechischen Eindringlinge wurden in großem Maßstab Schulen gebaut; es herrscht allgemein die Überzeugung, dass bei der Zuteilung von Staatsaufträgen tschechische vor deutschen Firmen bevorzugt wurden und dass der Staat Tschechen bereitwilliger Arbeit und Unterstützung zuwies, als Deutschen. Ich glaube, dass diese Klagen in der Hauptsache berechtigt sind. Selbst zu so später Zeit, wie es die Zeit meiner Mission war, konnte ich seitens der tschechoslowakischen Regierung keine Bereitschaft feststellen, diese Klagen durch einigermaßen angemessene Maßnahmen zu beheben.

Zur Zeit meiner Ankunft wünschten die gemäßigteren sudetendeutschen Führer noch eine Regelung innerhalb der Grenzen des tschechoslowakischen Staates. Es war ihnen klar, was ein Krieg im Sudetenland, das selbst das Hauptschlachtfeld sein würde, zu bedeuten hätte.


Ich tat mein bestes, um diese Lösung zu fördern – bis zu einem gewissen Punkt nicht ohne Erfolg, aber … ich fühlte, dass jede derartige Regelung auf Zeit abgestellt und nicht endgültig sein würde.

Es ist mir selbsterweislich geworden, dass diesen Grenzgebeiten zwischen der Tschechoslowakei und Deutschland, in denen die sudetendeutsche Bevölkerung eine beträchtliche Mehrheit hat, sofort das volle Selbstbestimmungsrecht gewährt werden müsste. Wenn einige Gebietsabtretungen unvermeidlich sind – und ich glaube, sie sind es – dann wäre es das Beste, dies unverzüglich und ohne Verzögerungstaktik zu tun. Die Fortsetzung des Zustandes der Ungewißheit bringt wirkliche Gefahren mit sich, sogar die Gefahr eines Bürgerkrieges. Infolgedessen liegt für eine Politik sofortigen und gründlichen Handelns aller Grund vor. Jede Art Volksbefragung oder Volksabstimmung hinsichtlich dieser überwiegend deutschen Gebiete wäre meines Erachtens eine reine Formalität. Die überwiegende Mehrheit ihrer Einwohner wünscht die Verschmelzung mit Deutschland. Der mit der Abhaltung einer Volksabstimmung unvermeidlicherweise verbundene Aufschub würde nur dazu dienen, die Bevölkerung noch mehr zu erregen, und das könnte höchst gefährliche Folgen haben. Ich bin deshalb der Ansicht, dass diese Grenzgebiete unverzüglich von der Tschechoslowakei auf Deutschland übertragen werden sollten, und ferner dass Sofortmaßnahmen für ihre friedliche Abtretung einschließlich von Sicherungsmaßnahmen für die Bevölkerung abgemacht werden sollten.“

Quelle: Dokumentensammlung zur Sudetenfrage, Diplom-Volkswirt Fritz Peter Habel

Quellen:
Kartenmaterial: Wikipedia;

Text: Sudetendeutscher Pressedienst (SdP), Sudetendeutsche Landsmannschaft in Österreich (SLÖ), Bundespressereferat: A-1030 Wien, Steingasse 25, 30.09.2013,

E-Mail:
pressedienst@sudeten.at, www.sudeten.at

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