Erbe und Verpflichtung
15.000 Besucher kamen zum Deutschlandtreffen nach Erfurt
Die Ostpreußen bleiben ihrer Heimat in wohl
einmaliger Treue und Hingabe verpflichtet. Das stellten sie beim diesjährigen
Deutschlandtreffen der Landsmannschaft Ostpreußen (LO) wieder einmal in
besonders beeindruckender Weise unter Beweis. Unter dem Motto „Ostpreußen – Erbe
und Verpflichtung“ kamen am vergangenen Wochenende rund 15.000 Besucher zum
Erfurter Messegelände, um sich zu treffen, sich auszutauschen und gemeinsam die
Erinnerung an die Heimat wachzuhalten. Zahlreiche Aussteller, ein
facettenreiches Begleitprogramm und die Großkundgebung am Sonntag machten das
große Treffen der Ostpreußen wieder zu einem besonderen Erlebnis.
Buntes und reges Treiben herrschte in der Halle,
in der gewerbliche wie ideelle Anbieter und Kunstschaffende ihre Arbeit und
ostpreußische Spezialitäten präsentierten. Ein ökumenischer Gottesdienst, die
Verleihung des Kulturpreises, Vorträge und kulturelle Darbietungen rundeten das
Ausstellungsprogramm ab.
Großer Andrang herrschte auch bei der
Großkundgebung. Beim Glockengeläut des Königsberger Doms wurde manches Auge
feucht. Die Fahnenstaffel bildete die farbige Kulisse und Marschmusik, gespielt
vom Blasorchester Cottbus, verlieh der Veranstaltung einen angemessenen
musikalischen Rahmen. Andächtige Stille herrschte, als Wolfgang Thüne der Toten
gedachte und an ihr Vermächtnis für die nachfolgenden Generationen erinnerte.
In
seiner Ansprache machte Stephan Grigat, Sprecher der LO, deutlich, dass die LO
auch in Zukunft beharrlich, unvermindert und von politischem Gegenwind
unbeeindruckt für die Rechte der Ostpreußen eintreten werde.
Die Festrede hielt
Erika Steinbach, Präsidentin des Bundes der Vertriebenen. Darin betonte sie, dass die Unterdrückung oder Relativierung der Vertreibung sich abseits der
Menschenrechtsnormen bewege. Andächtig wurde es, als das Ostpreußenlied erklang,
sich die Anwesenden erhoben und ergriffen den Text anstimmten.