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Ostpreußen ist mehr
Begegnung, Erinnerung und Zukunftswillen prägten das Deutschlandtreffen
von Wilhelm v. Gottberg

Die Sorge des Bundesvorstandes der Landsmannschaft Ostpreußen (LO), dass der Besuch des Deutschlandtreffens in Erfurt möglicherweise ungenügend sein könnte, war schnell vom Tisch. Andrang in den Hallen und volle Sitzreihen bei allen Veranstaltungen ließen auch das diesjährige Deutschlandtreffen zu einem vollen Erfolg werden.

Man hatte mit 300 Gästen beim ökumenischen Gottesdienst gerechnet, der Auftaktveranstaltung des zweitägigen Treffens. Schließlich waren es mehr als eintausend Besucher, die sich in der völlig überfüllten Sankt Severikirche am Domplatz in Erfurt am 28. Mai morgens um 10 Uhr einfanden. Die Herren Dr. Lothar Schlegel, Beauftragter der katholischen Bischofskonferenz für die Vertriebenenseelsorge, André Schmeier, der allen bekannte Seelsorger für die heimatverbliebenen Ermländer und Propst i. R. Erhard Wolfram, Vorsitzender der Gemeinschaft evangelischer Ostpreußen, zelebrierten den ökumenischen Gottesdienst. Es war nicht von Bedeutung, dass die wenigsten einen Liedzettel bekamen. „Großer Gott wir loben Dich“, „Lobet den Herren, den mächtigen König“, „Nun danket alle Gott“ konnten die meisten gläubigen Ostpreußen auswendig. Die Verantwortlichen für die Auswahl der Lieder hatten Gespür: Der brausende Gesang zum Lobe Gottes beeindruckte.

Schon am Vormittag war ein emsiges Treiben in der Messehalle 2 der Erfurter Messe zu beobachten. Die Treffen der Kreisgemeinschaften sowie gewerbliche und ideelle Anbieter erzeugten ein Gesummse und eine pulsierende Geschäftigkeit. Um 14 Uhr begann in Halle 1 die Kulturpreisverleihung, die für jedes Deutschlandtreffen obligatorisch ist. Stephan Grigat, Sprecher der LO, eröffnete die Veranstaltung mit der Begrüßung. Sein besonderer Willkommensgruß galt den beiden anwesenden Thüringer Landtagsabgeordneten sowie Ministerialdirigent Paul Hansel vom bayerischen Arbeits- und Sozialministerium, der die Grüße der bayerischen Staatsregierung sowie im Besonderen die Grüße der Patenschaftsministerin Christine Haderthauer überbrachte. Grigat berichtete über die geistigen und kulturellen Bindungen Ostpreußens zu Thüringen. Der vierte Hochmeister des Deutschen Ordens, Hermann von Salza, entstammte einem Thüringer Geschlecht. Unter ihm begann das große Werk der Kultivierung und die Besiedelung West- und Ostpreußens. Schließlich, im 18. Jahrhundert, kam der Ostpreuße Johann Gottfried Herder nach Weimar und wurde dort einer der Mitbegründer der Weimarer Klassik.

Der stellvertretende Sprecher der LO, Gottfried Hufenbach, trug die Laudatio für den Kulturpreisträger Christian Papendick vor, der ein hervorragendes Werk über die Kurische Nehrung vorgelegt hat. Papendick, gebürtiger Königsberger und erfolgreicher Architekt, hat umfangreiches Schrifttum über Ostpreußen verfasst. In seiner Dankesrede ging der Preisträger auch auf den heutigen Zustand des russischen Teils Ostpreußens ein. Mit aufwühlenden Worten zeichnete er ein realistisches Bild vom Zustand des Königsberger Gebietes.

Der diesjährige Preis der Gierschke-Dornburg-Stiftung wurde der Japanerin Dr. Rikako Shindo, geboren 1971 in Tokio, zuerkannt. Sie hatte ihr wirtschaftswissenschaftliches Studium 1997 mit einer Magisterarbeit über die Lage Königbergs nach dem Ersten Weltkrieg abgeschlossen. Im Jahr 2000 kam sie an die Berliner Humboldt-Universität und begann dort alsbald mit ihrer Promotion zum Thema „Ostpreußen, Litauen und die Sow­jet-Union in der Zeit der Weimarer Republik“. Sie hat eine umfangreiche Dissertation vorgelegt, die von ihrer Universität mit „magna cum laude“ bewertet wurde. Ihr ist es mit ihrer Arbeit gelungen, der These entgegenzutreten, die ostpreußische Wirtschaft sei hauptsächlich vom Junkertum und den Großagrariern bestimmt worden. Für ihr charmantes Auftreten und die herzlichen Dankesworte bekam Shindo viel Applaus.

Prof. Dr. Manfred Kittel, der Direktor der staatlichen Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ hielt anschließend einen Fachvortrag über den Aufbau der Stiftung und die geplante Dauerausstellung zum Vertriebenengeschehen in Europa im 20. Jahrhundert. Kittel, den Ostpreußen verbunden – er hielt schon den Festvortrag zum 60. Geburtstag der LO im Jahre 2008 in Bad Pyrmont –, forderte die Landsmannschaften und den Bund der Vertriebenen (BdV) auf, die Arbeit der Stiftung konstruktiv oder auch kritisch-konstruktiv zu begleiten.

Helfried Weyer hielt anschließend einen wunderbaren Lichtbildervortrag (Dia-Show) über das Land der dunklen Wälder, der begeisterte. Zum Abschluss des Tages bot die Folklore-Gruppe Wandersleben aus Thüringen ostpreußisches Brauchtum, Sang und Tanz, wobei die thüringische Einfärbung durchaus sichtbar wurde.

Der zweite Tag des Deutschlandtreffens stand ganz im Zeichen der Großveranstaltung (siehe »Ostpreußen lebt« und »Nur die Wahrheit macht frei«).

Quelle:
Preußische Allgemeine Zeitung / Das Ostpreußenblatt Ausgabe 22/11, 04.06.2011

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