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Nachkriegsjahre

 


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Nachkriegsjahre an Rhein und Ruhr
Bevölkerungsentwicklung und soziale Schichtung: Vertriebene und Flüchtlinge

Die große Masse der deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen erreichte auf ihrem Weg nach Westen vor allem die nördlichen und auch östlichen Gebiete der heutigen Bundesrepublik Deutschland. Während 1946 in weiten Landstrichen Mecklenburgs die Neuankömmlinge über die Hälfte der Bevölkerung ausmachten und sie auch in Schleswig-Holstein und im östlichen Niedersachsen zwischen 30 und 40% der Einwohner stellten, blieben die Auswirkungen auf die Region an Rhein und Ruhr zunächst vergleichsweise gering. Die Volkszählung vom 29. Oktober 1946 ergab für das Gebiet der Städte Krefeld, Duisburg, Mülheim und Essen einen Bevölkerungsanteil an Heimatvertriebenen und Flüchtlingen von durchschnittlich 0,5 bis 2,4%. Die Neuankömmlinge stellten im östlichen Ruhrgebiet stellenweise bis zu vier Prozent der Einwohner. Südlich von Duisburg und der Ruhrlinie wurden Angaben zwischen 5,0 und 9,0% ermittelt. Während die Zahlen in Mönchengladbach und Viersen etwas niedriger lagen, wurde in der ländlicheren Umgebung der beiden Städte wie am gesamten mittleren Niederrhein ebenfalls ein Bevölkerungsanteil zwischen 5,0 und 9,0% festgestellt. Am nördlichen Niederrhein um Kleve und Emmerich stellten Flüchtlinge und Vertriebene nur zwischen 0,5 und 2.4% der Einwohner. 1945 war unmittelbar nach Kriegsende zunächst eine Ansiedlung in einer Zone von ca. 20 Kilometern (Zollgrenzbezirk) entlang der niederländischen Grenze nicht gestattet gewesen. In den meisten Regionen Westfalens machten die Geflüchteten und Vertriebenen hingegen mit 10 bis 14% einen höheren Anteil an der Bevölkerung aus.

Da die Massenaustreibungen und ethnischen Säuberungen in den deutschen Ostprovinzen und Osteuropa jedoch noch weiterhin fortgesetzt wurden, bewegten sich auch in der folgenden Zeit weitere Menschenströme in Richtung Westen. Während der Anteil von Flüchtlingen und Vertriebenen in Nordrhein-Westfalen bis 1950 durchschnittlich auf 10% stieg, konnten 1958 22,7% Neubürger verzeichnet werden. Dabei stammten 15,8% aus den Vertreibungsgebieten und 6,9% aus der SBZ/DDR. Diese Werte lagen stets noch knapp unter dem Bundesdurchschnitt (24,3%, 18,2% aus den Vertreibungsgebieten, 6,1% aus der SBZ/DDR), aber die Anzahl an Neuankömmlingen in der Region hatte sich nicht nur aufgrund ihrer Gesamtzunahme in Westdeutschland erhöht, sondern auch durch verschiedene Umsiedlungsprogramme, die 1949, 1950 und 1953 in der Bundesrepublik umgesetzt wurden. Ziel dieser Programme war es vor allem, einen Ausgleich zwischen den Bundesländern herzustellen, damit die Belastungen gleichmäßiger verteilt werden konnten. Auch das Ziel der Familienzusammenführung spielte in diesem Rahmen eine Rolle. Die Menschen mussten vornehmlich dort untergebracht und einquartiert werden, wo eine Versorgung möglich war. Im ländlichen Bereich, z.B. am Niederrhein, war die Nahrungsmittellage besser als in den ausgebombten Städten des Ruhrgebietes. Im Kreis Kempen-Krefeld lag die Quote der Vertriebenen und Sowjetflüchtlinge zwischen 1947 und 1952 stets um 2,1 bis 4,5% höher als im nordrhein-westfälischen Landesdurchschnitt.

Die britische Militärregierung involvierte sich nach Kriegsende wesentlich stärker in der Flüchtlingsfrage als die amerikanische und bemühte sich um eine nachhaltige Steuerung. Diese Aktivitäten erschwerten eine planmäßige Betreuung von deutscher Seite, wie sie in der US-Zone geleistet wurde, wo die Besatzungsorgane die Aufgabe an deutsche Stellen übertrugen. Die französische Besatzungsmacht hatte eine Flüchtlingsaufnahme hingegen insgesamt verweigert.

In der britischen Zone wurden schließlich Flüchtlingsausschüsse auf allen Verwaltungsebenen eingeführt, um die Vertriebenen politisch und administrativ partizipieren zu lassen. Seit dem Sommer 1946 gab es in Nordhrein-Westfalen zudem staatliche Flüchtlingsämter. Im Dezember 1948 schufen die zuständigen Länderfachminister eine Zentralstelle, die die Aufgabe übernehmen sollte, einen Flüchtlingsausgleich zwischen den Bundesländern umzusetzen, die Rückführung der Evakuierten zu regeln und die Einleitung eines Lastenausgleiches zu planen. Im Februar 1949 nahm schließlich das Amt für Fragen der Heimatvertriebenen, das spätere Bundesvertriebenenministerium, seine Arbeit auf.

Auf kommunaler und regionaler Ebene übernahmen westdeutsche Gebietskörperschaften Patenschaften für ostdeutsche Städte, Kreise und Provinzen. Unter anderem übernahmen das Land Nordrhein-Westfalen in diesem Sinne Verantwortung für Oberschlesien, Gelsenkirchen für die Stadt Allenstein (Ostpr.), Duisburg für Königsberg i. Pr. und Wesel für Rastenburg in Masuren.

Eingliederung

Eingliederungsprobleme entstanden auch an Rhein und Ruhr aus verschiedenen Gründen. Zunächst spielte die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr in die Heimat eine Rolle. Solange die Mehrheit der Vertriebenen wie auch der Einheimischen davon ausging, dass der Aufenthalt kein Zustand auf Dauer sein würde, konnte eine nachhaltige Eingliederung der Menschen aus dem Osten letztlich nicht als notwendig angesehen werden. Konfessionelle Unterschiede erschwerten zudem eine Integration in den überwiegend katholischen Gebieten des Rheinlands und Westfalens, in die vor allem die großenteils protestantischen Einwohner Schlesiens und Ostpreußens geflohen bzw. einquartiert worden waren. Somit bestand eine weitgehende Segregation in konfessionsgebundenen Schulen und Kirchengemeinden. Anders als an Rhein und Ruhr bestand diese Schwierigkeit z.B. im katholischen Bayern oder Österreich in geringerem Maße, da hier mit den Sudetendeutschen eine meist gleichkonfessionelle Gruppe integriert werden musste. Äußere Kennmerke wie dialektale und mundartliche Unterschiede bestanden ebenfalls. Auf Ablehnung konnten die Neuankömmlinge auch aus wirtschaftlichen Gründen stoßen, da sie für die einheimische Bevölkerung in den stark kriegsgezeichneten Städten im Ruhrgebiet und auch am Niederrhein zunächst eine nicht unerhebliche zusätzliche Belastung darstellten. Ohnehin herrschte bereits Wohnungsknappheit und mussten die Lebensmittel rationiert werden. Auch Akte der Solidarität im privaten und öffentlichen Umfeld erlebten die Flüchtlinge und Vertriebenen jedoch. Konkret quantifizierbar sind die individuellen Erlebnisse und Erfahrungen der betroffenen Menschen jedoch schwerlich. Letztlich blieb beiden Seiten kaum eine andere Wahl, als die Situation so anzunehmen, wie sie sich bot. Ein verstärktes Aufeinanderzugehen begann zu Beginn der 1950er Jahre, als sich deutlicher abzeichnete, dass der Aufenthalt im Westen von längerer Dauer sein würde. Die Menschen aus den überwiegend agrarisch geprägten Gebieten östlich von Oder und Neiße waren an Rhein und Ruhr zudem vielfach gezwungen, sich beruflich neu zu orientieren. Große städtebauliche Auswirkungen hatte die Eingliederung durch die Errichtung von ganzen neuen Wohnvierteln und Siedlungen, die zur Unterbringung der neuen Bürger notwendig geworden waren, die zunächst in provisorischen Flüchtlingslagern untergebracht oder bei Einheimischen einquartiert worden waren.

Wirtschaft

Durch die Anwesenheit einer zusätzlichen großen Gruppe von Menschen erhöhte sich zwangsläufig die Nachfrage nach verschiedenen Gütern. Die Kaufkraft der Millionen enteigneten Flüchtlinge und Vertriebenen beruhte nach unmittelbarer Ankunft oft auf öffentlicher Unterstützung, die im Rahmen der allgemeinen Umstände geleistet werden konnte. Zunehmend konnten die Neuankömmlinge jedoch in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden und sich am wirtschaftlichen Aufbauprozess beteiligen. Der überdurchschnittliche Anteil der Menschen aus dem Osten unter den Arbeitslosen in Westdeutschland konnte bis zum Ende der 1950er Jahre so gut wie vollständig abgebaut und an den Stand der einheimischen Bevölkerung angeglichen werden. Die Integration in den Arbeitsmarkt kann somit als voller Erfolg gewertet werden.

Die Versorgung der zusätzlichen Einwohner konnte zunächst nur durch Einfuhr aus dem Ausland ermöglicht werden. Bei Bezahlung mit deutscher Währung konnte die Nachfrage nach deutschen Produkten im Ausland gefördert werden, was wiederum zum Entstehen und zur Sicherung von Arbeitsplätzen beitragen konnte. Die These, dass die Vertriebenen für den wirtschaftlichen Wiederaufstieg Westdeutschlands nach dem Krieg unabdingbar gewesen seien, ist jedoch aufgrund der Vielzahl an zu berücksichtigenden Faktoren kaum seriös zu beantworten. Festzuhalten ist in diesem Zusammenhang jedoch, dass sich das Problem des Wohnungsmangels durch die Anwesenheit von Millionen Vertriebenen extrem vergrößerte. Die Menschen mussten versorgt werden und stellten somit für die einheimische Bevölkerung zunächst eine deutliche Belastung dar. Der von Regierungsseite eingeleitete Lastenausgleich, von dem auch Westdeutsche profitierten, die ihre Habe durch den Bombenkrieg verloren hatten, stellte im Großen und Ganzen eine Umverteilung zugunsten der enteigneten Flüchtlinge aus dem Osten dar, denen eine Existenzgrundlage für einen Neubeginn geboten werden musste. Die aufgebrachten Gelder setzten sich zu 50% aus Vermögensabgaben Nichtgeschädigter, zu 30% aus Steuermitteln und weiterhin aus Krediten und Darlehensrückflüssen zusammen. Der Lastenausgleich, der mehrere Novellierungen erfuhr, war als Teilausgleich nach dem Grundsatz der „sozialen Degression“ konzipiert und stellte weder materiell noch formaljuristisch eine Entschädigung für das im Osten zurückgelassene Eigentum dar. Bis 1979 vergab das Lastenausgleichsamt rund 115 Milliarden DM an Anspruchsberechtigte. Alles in allem lässt sich sagen, dass die Vertriebenen zwar einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung des Volkseinkommens geleistet haben, auf die Gestaltung des Einkommens je Kopf jedoch einen negativen Einfluss ausgeübt haben.

Vertriebenenverbände

In der unmittelbaren Nachkriegszeit verhängte die britische Militärregierung ein Gründungsverbot für Verbände von vertriebenen und geflüchteten Deutschen. Erste Bemühungen der betroffenen Menschen, auf ihre Interessen aufmerksam zu machen, zeigten sich jedoch bereits im Vorfeld der Landtagswahlen 1946/47. Es galt, sich in den vorhandenen Strukturen einzubringen und seine Anliegen in den bestehenden Parteien zu vertreten, in denen schließlich eigene Flüchtlingsausschüsse gebildet wurden. Ein Antrag von Adenaue und Otto an die britischen Militärmachthaber machte 1947 darauf aufmerksam, dass nach Auffassung der Verfasser das Vereinsverbot für Ostvertriebene nicht mir den deutschen Gesetzen und den allgemeinen britischen Anordnungen vereinbar war. Alle Parteien im Zonenbeirat waren sich jedoch einig, dass es keine politischen Flüchtlingsorganisationen bzw. Parteien geben sollte. Im April 1948 stellte die Besatzungsmacht schließlich fest, dass die Bestrebungen nach Rückkehr und Rückgabe der ostdeutschen Provinzen ohnehin nicht verhindert werden könnten, da die britische Militärregierung die Frage selber noch nicht endgültig entschieden habe. Zudem würde die Eingliederung noch Jahre dauern. Weiterhin wurde angegeben, dass das Verbot zuallererst auf dem Wunsch basiert habe, sich gegen polnische und tschechische Vorwürfe zu schützen. Die Erlaubnis, die am 24. Juli 1948 an die deutschen Behörden erteilt wurde und die Aufhebung des Koalitionsverbotes in Nordrhein-Westfalen bedeutete, zog auch prompt polnische Proteste nach sich.

Schon während der Verbotszeit hatte es informelle Flüchtlingsgruppen gegeben. Die eigentliche Gründung des nordrhein-westfälischen Landesverbandes der deutschen Heimatvertriebenen, wobei offiziell nur die Form einer Arbeitsgemeinschaft gewählt werden durfte, fand am 22. August 1948 in Rheydt bei Mönchengladbach statt. Am 28. März 1949 wurde ein Gesamtverband für die britische Zone geschaffen. Darauf folgte am 9. April 1949 die Gründung des Zentralverbandes der vertriebenen Deutschen (ZvD) in der Bizone. Daneben bildeten sich viele separate Organisationen. Ein endgültiger Zusammenschluss in Form des Bundes der Vertriebenen (BdV) fand auf Bundesebene erst am 27. Oktober 1957 statt. In Nordrhein-Westfalen dauerte es sogar bis 1962. Die Mitgliederentwicklung gestaltete sich aufgrund der Vielzahl von Gruppen und Verbänden entsprechend konfus. 1951 waren 21% der Vertriebenen in Nordrhein-Westfalen als zahlende Mitglieder in einem Kreis- oder Ortsverband innerhalb des Landesverbandes NRW organisiert. In den kommenden Jahren sank diese Zahl jedoch bereits wieder stark, sodass z.B. 1954 nur noch eine Quote von 13% verzeichnet werden konnte. Diese Entwicklung vollzog sich, obwohl noch ständig weitere Menschen aus den Vertreibungsgebieten das Rheinland und Westfalen erreichten und die Anzahl der Betroffenen insgesamt anstieg. Zu erklären ist das Phänomen einerseits durch die immer komplexer werdende Organisationsform bzw. Zersplitterung der Vertriebenenverbände durch Gründung und vermehrte Werbung neuer Gruppen (Landsmannschaften, Kreis- und Stadtgemeinschaften usw.), die vielmals auch wieder eigene Unterorganisationen bildeten. Somit wurden viele Mitglieder abgezogen, die in den Statistiken des nordrhein-westfälischen Landesverbandes im ZvD nicht mehr auftauchten. Auch die Tatsache, dass Mitgliedsbeiträge erhoben wurden, mag zur verhältnismäßig niedrigen Gesamtzahl der organisierten Vertriebenen beigetragen haben, von denen auch nur die zahlenden Mitglieder in den Statistiken verzeichnet wurden. Andererseits mag hier bereits ein erster Erfolg der Integrationsbemühungen abzulesen sein. An den Kundgebungen und Heimattreffen der verschiedenen Verbände nahmen wiederum nicht nur formelle Mitglieder teil.

Der Erfolg der heute im Bund der Vertriebenen vereinigten Gruppen lag bzw. liegt in ihrer sozialen und seelsorgerischen Funktion. Sie boten den betroffenen Menschen, die von ihren Flucht- und Vertreibungserlebnissen traumatisiert waren, Information, Unterstützung, Rückhalt und ein Stück heimatliche Geborgenheit, die in den Westen gerettet werden konnte.

Die Gründung einer eigenen Partei wurde den Ostflüchtlingen erst nach der ersten Bundestagswahl 1949 erlaubt und in der Form des Bundes der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE) in die Tat umgesetzt, der sich als antimarxistische Sozialpartei betrachtete. Die Gründung in Nordrhein-Westfalen fand am 12. August 1950 in Köln statt. In Folge bildeten sich Orts- und Kreisgruppen. Im Juli 1950 erreichte der BHE in Schleswig-Holstein auf Anhieb 23, 4% und schloss eine Koalition mit der CDU im Kieler Landtag. Daraufhin bemühten sich auch die anderen Parteien vermehrt um die Klientel der Vertriebenen und Flüchtlinge. Ein ähnlich großer Erfolg stellte sich an Rhein und Ruhr jedoch nicht ein. Bei den Kommunalwahlen 1952 fielen landesweit lediglich 3,5% der abgegebenen Stimmen auf den BHE. Die Quote in Düsseldorf lag mit 2,5% sogar deutlich darunter. Der überparteiliche BvD (später BdV) erreichte zudem kaum die Aufstellung eigener Kandidaten in den Listen der verschiedenen Parteien. Während der Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten bei den Bundestagswahlen von 1953 bundesweit mit 5,9% den Einzug ins Parlament schaffte, erhielt er in Nordrhein-Westfalen nur 2,7%. Kirchliche Vertreter beider Konfessionen hatten in den Wahlkampf eingegriffen und sich unter anderem gegen den BHE ausgesprochen. Auch mit Unterstützung des eigentlich überparteilichen BvD fielen bei den Landtagswahlen 1954 lediglich 4,6% auf den BHE. Die besonderen Themen der deutschen Ost- und Vertriebenenpolitik hatten inzwischen auch die anderen Parteien abgedeckt.

Trotz unterschiedlicher Schwierigkeiten kann die Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen aus den deutschen Ostprovinzen und Osteuropa unbestreitbar als Erfolg und große Leistung der jungen Bundesrepublik betrachtet werden. Peter Paul Nahm erklärte als Staatssekretär im Bundesvertriebenenministerium 1954: „Vertriebene und Einheimische haben sich aneinander gewöhnt. Das relativ gute Nebeneinander- und Miteinander ist jedoch nur eine Komponente der Eingliederung die sich wesentlich auf das Einfügen in das soziale und wirtschaftliche Leben erstrecken muss.“ Wie bereits aufgezeigt, wurde in kurzer Zeit gegen Ende der 1950er Jahre auch die wirtschaftliche Komponente weitgehend realisiert. Die soziale Integration war ebenfalls so erfolgreich, dass selbst die historische Erinnerung an Flucht und Vertreibung von rund 12 Millionen Menschen (bis 1950) und das kulturelle Erbe von Jahrhunderten deutscher Kultur im Osten in den folgenden Generationen kaum mehr präsent ist.

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Literatur:

  • Stadt[gemeinschaft] Allenstein (Hrsg.): Allenstein in Gelsenkirchen. Chronik einer Patenschaft, Troisdorf 1978

  • Christof Dahm/Hans-Jakob Tebarth: Die Bundesrepublik Deutschland und die Vertriebenen, Bonn 2000

  • Kreis Neuss (Hrsg.): Vertriebene, Fremde, Nachbarn: Kultur und Geschichte der Ostvertriebenen im Kreis Neuss, Neuss 1992

  • Hans Riechers: Sie kamen aus dem Osten… .Die Geschichte der Vertriebenen in St. Tönis und in Vorst, Tönisvorst 1992

  • Johannes-Dieter Steinert: Vertriebenenverbände in Nordrhein-Westfalen 1945-1954, in: Flüchtlinge und Vertriebene in Nordrhein-Westfalen - Forschungen und Quellen, Düsseldorf 1986

  • Alfred-Maurice de Zayas: A Terrible Revenge. The Ethnic Cleansing of the East European Germans, 1944-1950, New York 1994

Quelle:
Jochen Zauner, Vortrag gehalten im Jahre 2005

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weitere Informationen zum Thema Lastenausgleich:
Artikel aus "Die Welt", der auf den Lastenausgleich eingeht:
http://www.ostdeutsches-forum.net/Zeitgeschichte/Nur-blanker-Hass.htm
CDU-Position zur Preußischen Treuhand und Eigentumsfrage:
http://www.ostdeutsches-forum.net/aktuelles/2006/Eigentums-Fortbestand.htm
Landsmannschaft Schlesien/Rudi Pawelka:
http://www.ostdeutsches-forum.net/aktuelles/2006/Pawelka-Interview.htm
Position der Preußischen Treuhand:
http://www.ostdeutsches-forum.net/aktuelles/2006/PT-Presseerklaerung.htm
Gesetzestext Lastenausgleich (siehe dazu Präambel):
http://www.ostdeutsches-forum.net/Zeitgeschichte/BRD/PDF/LA-Gesetz-gesamt.pdf

 


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