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Selbstbewusste Volksgruppe:
 Das Einvernehmen mit den polnischen Nachbarn ist gut

»Bauen wir gemeinsam an Ostpreußen«
Sommerfest der Deutschen Minderheit in Hohenstein
Die Festansprache hielt Wolfgang Thüne von der LO

Die Wettergötter waren gnädig und bescherten heiteres Wetter beim Sommerfest der Deutschen Minderheit. Aber auch das Klima unter den zahlreichen Teilnehmern war ausgezeichnet. Dafür sorgten die Tanzgruppen aus Bartenstein, Mohrungen und Osterode, die Chöre aus Allenstein, Heilsberg, Lötzen, Bischofsburg, Mecklenburg-Vorpommern, Osterode und Peitschendorf. Es war ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm, das unter der Regie des AGDM-Vorsitzenden Heinrich Hoch wie Frau Plocharski zusammengestellt worden war. Das Freilichtmuseum in Hohenstein bot die gewohnte ausgezeichnete Kulisse.

Traditionell begann das Sommerfest mit einem ökumenischen Gottesdienst, der von Domherrn André Schmeier zelebriert wurde. In seiner Predigt, die unter dem Motto „Frieden und Heimat“ stand, behandelte Domherr Schmeier ein uraltes menschliches Problem, die Eifersüchteleien, Sticheleien, die Missgunst, den Streit, ja den Hass in der Familie wie Gruppen und Vereinen. Es gebe immer wieder Menschen, die Macht anstreben, sich zum Herrschen berufen fühlen und viel Unheil anrichten. Mögen sie auch durch Intrigen für einige Zeit siegreich sein, am Ende sei jedoch der Schaden um ein Erhebliches größer als der Nutzen. Jeder solle sich mäßigen und sein persönliches Wohl dem Wohle der Gemeinschaft unterordnen.

Für das entspannte Klima sorgte auch die Anwesenheit von viel politischer Prominenz. Sie ist Ausdruck der Normalisierung wie einer zunehmenden Toleranz untereinander. Die Ehre ihres Besuches gaben die Vizemarschallin Paslawska, der Landrat Brodiuk, der Vorsitzende der Minderheitenkommission des Woiwodschaftsparlaments Harhaj, der Bürgermeister von Hohenstein Stegienko. Auch der Vorstand des Vereins der Deutschen aus Oppeln unter dem Vorsitz von Bernard Gaida besuchte das Fest und ermunterte die Volksgruppe, ihren Prinzipien treu zu bleiben und mutig für Wahrheit, Recht und Gerechtigkeit zu fechten. Grußworte überbrachte auch Gerd Fensterseifer vom deutschen Generalkonsulat in Danzig.

Die Festansprache der Landsmannschaft Ostpreußen hielt in Vertretung von Wilhelm v. Gottberg der stellvertretende Sprecher Dr. Wolfgang Thüne. In einem kurzen historischen Rückblick zeichnete er die Christianisierung der heidnischen Prußen nach, die mit der Ermordung des Bischofs Adalbert von Prag im Jahre 997 begann und mit dem Vertrag von Christburg 1249 endete, wo sich die Prußen dem Deutschen Orden unterwarfen und den römisch-katholischen Glauben annahmen. Er widmete sich der Sonderrolle des Ermlandes, das sich aus den Landkreisen Allenstein, Braunsberg; Heilsberg und Rößel zusammensetzt. Das Fürstbistum Ermland wurde 1251 ein eigenes Staatswesen, das sich 1466 freiwillig dem polnischen König unterstellte, aber fortan sich heftig gegen eine Eingliederung in das polnischen Kirchen- und Staatswesen zur Wehr setzte. Trotz der Reformation 1525 blieben die Ermländer katholisch. Schon früh bekannte sich Preußen zur Religionsfreiheit und öffnete sich Religionsflüchtlingen aus aller Herren Länder. In Preußen lebten konfliktlos Prußen, Deutsche, Litauer, Polen, französische Hugenotten, evangelische Salzburger wie Juden miteinander.

Insbesondere der Deutsche Orden hatte Polen nie ein Haar gekrümmt, im Gegenteil, er war Konrad von Masowien zu Hilfe geeilt, als dieser sich der Prußen nicht mehr zu erwehren wusste. Die friedliche Koexistenz von Deutschen und Polen war möglich, solange es noch keinen Nationalismus gab. Dieser war eine Konsequenz der verlustreichen napoleonischen Kriege, die Frankreich zwangen, die Söldnerheere in Volksheere zu verwandeln, um die Zahl der Soldaten beliebig zu erhöhen. Diesem Beispiel mussten die anderen Staaten folgen und so breitete sich der Nationalstaatsgedanke wie ein Lauffeuer in Europa aus. Wolfgang Thüne: „Der Mensch begegnete fortan dem Mitmenschen nicht mehr als Bruder. Er sah in ihm den Träger einer fremden Nationalität und, so die Staaten es propagandistisch hinausposaunten, als potentiellen Feind. Die Menschen wurden je nach Nationalität in Kollektive aufgeteilt und gegeneinander aufgehetzt. Das war der Anfang vom Völkerhass wie der unheiligen These von der „Kollektivschuld“. Fortan konnte jeder Mensch wahllos und willkürlich angeklagt, beschuldigt, eingekerkert, ja vertrieben und seiner Habe beraubt werden, ohne je persönlich schuldig geworden zu sein.

Wolfgang Thüne weiter: „Sinn unserer Sommerfeste ist es, alle Menschen wieder aus den Fesseln des Kollektivs zu befreien und sie wieder ganz in den Mittelpunkt des Gemeinwesens zu stellen. Befreien wir daher unser Gewissen von jeglichen Vorwürfen der Kollektivschuld und pflegen wir das friedliche und freundschaftliche menschliche Miteinander. Meiden wir Hassgefühle und Streitereien und gehen wir tolerant miteinander um. Wir leben inzwischen in dem gemeinsamen Haus „Europa“. Schon am 2. Juni 1944 betonte Papst Pius XII., dass man die Kriege schwerlich den Völkern an sich als ihre Schuld zur Last legen und als Schuld anrechnen könne. Doch die Sieger befolgten nicht seine Worte und machten genau das Gegenteil. Die Folgen haben wir alle, Deutsche wie Polen, schmerzhaft gespürt. Nutzen wir daher die günstige Stunde und bauen wir gemeinsam mit unseren bescheidenen Mitteln an einem neuen Ostpreußen als wahrem Zentrum für Gedankenfreiheit, Toleranz und Rechtsstaatlichkeit, als einem Hort der Freiheit in einem friedlichen Europa.“

Mit dem Wunsch, „genießen Sie in fröhlichen Zügen das Sommerfest“, leitete Wolfgang Thüne in das vielfältige und begeisternde Kulturprogramm über. Das nächste Sommerfest findet am 26. Juni 2010 in Allenstein statt und wird von der Landsmannschaft Ostpreußen ausgerichtet.  -  WT

Quelle:
Preußische Allgemeine Zeitung / Das Ostpreußenblatt, Ausgabe 31/09 v. 01.08.2009


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