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Oberland-Kanal

 


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Der oberländische Kanal

 

Seine Besonderheit, die ihn zu einer in Europa einmaligen Touristenattraktion macht, liegt im Abschnitt Osterode - Elbing. Hier dienen fünf "Geneigte Ebenen" zur Überwindung des Höhenunterschieds von 104 Metern. Die Schiffe werden auf Wagen geladen und auf Schienen über Land gezogen. Der Antrieb erfolgt durch Wasserräder bzw. eine Turbine.

historische Fakten

Oberländischer Kanal. Bereits im 14. Jh. gruben die Bürger der Stadt Saalfeld einen Kanal zwischen dem Ewingsee und dem Geserichsee, um eine Verbindung mit der Stadt Preußisch Eylau zu gewinnen. Das Ablaufen des Wassers aus dem Ewingsee in den tieferen Geserichsee verhinderte eine Schleuse. 1334 erhielt die Stadt Saalfeld ein Privileg, das ihr die alleinige Benutzung dieser Wasserstraße sicherte. Sodann wurde schon 1788/1789 auf königlichen Befehl untersucht, inwieweit eine Verbindung des Geserichsees mit den benachbarten Seen möglich sei. Ungeachtet der nach den Franzosenkriegen noch nicht überwundenen Notlage regten 1825 die Landstände der Provinzen Ost- und Westpreußen das Bauvorhaben eines die oberländischen Seen über den Drausensee mit Elbing verbindenden Kanals an. Es war ein gewaltiger Plan, betrug doch der Höhenunterschied zwischen der oberländischen Seenplatte und dem Drausensee etwa 100 m. Zudem standen die Seen nicht von Natur miteinander in Verbindung. Auch der mittelalterliche Durchstich zwischen dem Geserich- und dem Ewingsee wurde erneuert. Der Liebefluß wurde kanalisiert und der sich ergebende Höhenunterschied durch zwei Schleusen ausgeglichen, von denen die eine bei Liebemühl, die andere bei Grünort angelegt wurde. Für die Überwindung des mächtigen Abstiegs vom Pinnau- nach dem Drausensee wären nach dem herkömmlichen Schleusensystem 32 Kammern erforderlich gewesen. So gab man der technisch wohl schwierigeren, aber letzten Endes billigeren Anlage von geneigten Ebenen den Vorzug. Mit diesem System waren bereits in Nordamerika am Morriskanal Erfahrungen gemacht worden. Baurat Steenke, an den eine Gedenktafel auf der Ebene Buchwalde erinnerte, wurde die Gesamtleitung übertragen. Er arbeitete nach den von Geheimen Oberbaurat Lentze gefertigten, das amerikanische Vorbild etwas verbessernden Plänen. Zunächst wurden vier Ebenen, je von etwa 20 m Gefälle, bei Buchwalde, Kanten, Schönfeld und Hirschfeld (sämtlich im Kr. Preußisch Holland) angelegt, während zwischen Hirschfeld und dem Drausensee zunächst fünf Schleusen gebaut wurden. Jede Ebene, auch Rollberg genannt, enthielt zwei Gleise für die ins Wasser fahrenden Schiffswagen. Sobald ein Wagen bergauf gezogen wurde, fuhr gleichzeitig ein zweiter als Zuggewicht talwärts. Beide Wagen waren durch starke Drahtseile, die über gewaltige Räder liefen, miteinander verbunden. Die Antriebskraft lieferte auf jeder Ebene ein Kraftwerk, das mit dem Wasser aus den oberen Seen oder dem eines Baches gespeist wurde. 1860 war der Kanal betriebsfertig. 1874-1881 wurden die Kußfelder Schleusen durch eine fünfte Ebene ersetzt. Die Baukosten betrugen 1.350.000 Taler. Der Kanal entsprach mit jährlich 3.000 bis 4.000 Fahrten zunächst vollständig den an ihn gestellten Erwartungen. Seine wirtschaftliche Bedeutung nahm erst ab, als die 195 km lange Wasserstraße durch die 1893 eröffnete Eisenbahnstrecke Elbing-Saalfeld-Liebemühl-Osterode abgelöst wurde. Dennoch blieb der Kanal in Betrieb. Er hat den Krieg überdauert und ist noch heute eine europäische Sehenswürdigkeit.
 

Quellen:
Text: Handbuch der historischen Stätten Ost- und Westpreußen,
Kröner Verlag Stuttgart, 1966-1981, Seite 161-162;
Diaschau:
Bild 1: Ostpreußen in schönen Bildern, Verlag Der Eiserne Hammer,
Königstein im Taunus und Leipzig, (undatiert, vor 1945), Seite 5;
Bild 2: Ostpreußen - Was ist das?, Landsmannschaft Ostpreußen e.V.,
Abt. Kultur, Hamburg, 1990
Bild 3: Ostpreußen-Info
(www.ostpreussen-info.de), 2000

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weitere Informationen:

Der redliche Ostpreuße, Kalenderbuch 1996, Seite 16-26, Geneigte Ebenen;
Günter Sorge (CD-ROM): Eine Reise nach Ostpreußen, 2000-2001, Stichwort: "Oberland-Kanal"


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