Home weitere Infos Inhalt / Suche Copyright Impressum Datenschutz

 

ZgV - Kampf ...

 


Mit uns im Dialog bleiben ...

... mit den ODF-Foren auf Yahoo ... auf YouTube ... auf twitter ... auf facebook ... auf meinVZ

weitere Infos
Verbissen
Die Vertreibung


Preußische Allgemeine Zeitung
Preußische Allgemeine Zeitung - Klartext für Deutschland - 4 Wochen gratis testen - hier Klicken!


 

Zentrum gegen Vertreibungen
Kampf um die Öffentlichkeit
von Dieter Stein

Ein für die deutschen Heimatvertriebenen peinigender Streit geht in die nächste Runde. Seit Jahren hoffen die Überlebenden und Nachfahren der größten Vertreibungsaktion der Neuzeit auf eine würdige öffentliche Gedenkstätte, mit der an das Leid der 15 Millionen Ostdeutschen erinnert wird, die am Ende des Zweiten Weltkrieges und danach ihre jahrhundertealte Heimat verlassen mußten – zwei Millionen kamen dabei um. In der dichten Denkmalslandschaft der deutschen Hauptstadt hat man hierfür seitens des Staates noch immer keinen angemessenen Platz gefunden – eine Schande.

Der Bund der Vertriebenen (BdV) hat vor mittlerweile acht Jahren den Vorstoß unternommen und die Errichtung eines Zentrums gegen Vertreibungen in Berlin vorgeschlagen. Zähe Verhandlungen über viele Etappen führten zu einer ständigen Erweiterung, Aufweichung und Europäisierung des Konzeptes. Kritiker schlugen vor, es nach Breslau zu verbannen oder die Gestaltung am liebsten den Vertreiberstaaten selbst zu überlassen – eine Farce. Doch verfocht die BdV-Chefin Erika Steinbach, die von nationalpolnischen Medien zum Feindbild Nummer eins stilisiert wurde und wird, weiter ihre Grundidee: Der Staat soll sich in die Pflicht dieses Erinnerungsortes stellen.

Die Auseinandersetzung um das vom BdV geforderte Zentrum gegen Vertreibungen ist ein Musterbeispiel dafür, wie Kampf um Öffentlichkeit und Durchsetzung von Interessen in einer Demokratie, speziell der deutschen, funktionieren. Der BdV hätte längst das von ihm gewünschte Zentrum mit Hilfe von privaten Förderern umsetzen können. Er hätte sich dann auch von niemandem hereinreden lassen müssen. Statt dessen wollte die Schöpferin der Zentrums­idee, Erika Steinbach, auf Biegen oder Brechen den Staat als Träger mit im Boot haben.

Warum? Weil es natürlich eine andere Qualität hat, ob eine geschichtspolitische Position von nationaler Bedeutung mit der Autorität des Staates vertreten und mitgetragen wird, dieser für die Verteidigung dieser Position auch in der Pflicht ist, oder ob lediglich von interessierter privater Seite eine Position vertreten wird, die man respektieren oder auch ignorieren kann.

Noch bevor der Grundstein zum Zentrum gelegt worden ist, gelang den Initiatoren damit eines: Sie haben der Öffentlichkeit die Diskussion über das Thema Vertreibung aufgezwungen. Die Debatte um die geeignete Form des Erinnerns wurde damit bereits zum zentralen Teil der Erinnerung selbst.

Dennoch steht wohl fest, daß vom ursprünglichen Konzept nur noch ein kümmerlicher Torso übrigbleiben wird, und fraglich ist, wer „Sieger“ in diesem Diskurs ist. Die SPD-Politiker Wolfgang Thierse und Markus Meckel, unverhohlene Lobbyisten polnischer Interessen in dieser Debatte, fordern, daß Steinbach vom BdV nicht in den Beirat der Stiftung entsandt werden dürfe, die unter dem Dach des Deutschen Historischen Museums (DHM) in Berlin jetzt das „sichtbare Zeichen“ tragen solle. Das wäre der Schlußpunkt in einem politischen Trauerspiel. Womit zugleich gezeigt wäre, daß wir von einem souveränen Bekenntnis zur eigenen Geschichte noch meilenweit entfernt sind.

Quellen:
Bild: FAZ.net www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F0E1/Doc~...;
Text: JUNGE FREIHEIT Verlag GmbH & Co., Ausgabe 45/07, 2. Nov. 2007

Diskutieren Sie diese Meldung in unserem Forum

____________________________________
weitere Informationen:
Zentrum gegen Vertreibungen - Kaltschnäuzig statt betroffen
www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96E964EF8CE790E1/Doc~...


Medienarbeit über Grenzen hinweg
 
Beiträge von Ostpreußen-TV
jetzt auch als DVD-Video erhältlich


 

Seit dem 02.01.2005 sind Sie der 

. Besucher

Diese Netzseite ist optimiert für 800x600 / 1024x768 oder höher und 24 Bit Farbtiefe sowie MS-Internet Explorer 11.x oder höher.
Netscape ab 7.x oder andere Browser mit Einschränkungen verwendbar. - Soundkarte für Tonwiedergabe erforderlich.

www.ostdeutsches-forum.net/aktuelles/2007
 


Einseitige Sichtweise Fall Stephan Braun www.EUFV.de.vu ZgV - Kampf ... Notizen am Rande Pflichtthema Beutekunst ... Grundbücher ... Dreister Diebstahl Hafen der Hoffnung Der Film: Die Flucht nationales Drama Preußen hat Zukunft Geschichtsklitterung Gedächtnisschwund ... knutscht ein Elch Vertrieben und ...


zur Landsmannschaft Ostpreußen

Ostpreußen
Erleben Sie Tradition
mit Zukunft

zur Preußischen Allgemeinen Zeitung / Das Ostpreußenblatt zum Preußischen Mediendienst

Die Träger des Ostdeutschen Diskussionsforums:

Bund junges Ostpreußen (BJO)

Arbeitsgemeinschaft Junge Gereration im BdV-NRW
Junge Generation
im BdV NRW

Landsmannschaft Ostpreußen
Landesgruppe Nordrhein-Westfalen e.V.
 
Ostpreußen-TV
über 4,5 Millionen Videoaufrufe

Landsmannschaft Ostpreußen - Landesgruppe NRW

Deutsch / German / allemand English / Englisch français / französisch      

Copyright © 2002-2018  Ostdeutsches Diskussionsforum (ODF)

Stand: 29. September 2018

zur Feed-Übersicht